Osteopathie und Schwindel

Was ist Schwindel?

 

Unter Schwindel versteht man eine Störung, bei der die Betroffenen ein Gefühl des Schwankens oder Drehens haben. Es entsteht der Eindruck, man bewege sich im Raum oder Gegenstände bewegen sich um einen herum. Oft kommen Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche oder Schwarzsehen hinzu. Häufig tritt Schwindel nach plötzlichem Aufstehen oder schnellem Drehen des Kopfes auf. Schwindel kann zahlreiche Ursachen haben.                                                                                              

Etwa jeder zehnte Patient in einer Allgemeinarztpraxis klagt heute über Schwindelsymptome, nach Kopf-schmerzen, die häufigste Krankheits-erscheinung.                                                                          

 

Was ist die Ursache von Schwindel?

 

Es gibt viele Organe die zuständig sind für unser Gleichgewichtsgefühl z.B. Augen, Vestibularapparat des Innenohres, das Gehirn, Rezeptoren in unseren Muskeln und Propiorezeptoren in unserer Haut. Eine Störung in der Zusammenarbeit der verschiedenen Sinne kann Schwindel auslösen. Dementsprechend sind die Ursachen des Schwindels vielfältig.

 

Häufigste Ursachen vom Schwindel

  •   Zervikal Syndrome (Halswirbel Blockaden)
  •   Erkrankungen des Innenohres (z.B. Lärmschäden, die Meniere´sche Krankheit, Hörsturz, Tumore) 
  •   Niedriger oder hoher Blutdruck    
  •   Durchblutungsstörungen im Gehirn
  •   Migräne (Kopfschmerzen)
  •   Kiefergelenkerkrankungen (z.B. Gebissfehlstellungen, Zahnbeherdungen)          
  •   Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit
  •   Angst, Stresssituationen und psychische Belastungen spielen eine große Rolle.
  •   Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten z.B. Tranquilizer
  •   Alkoholmissbrauch
  •   Fieber
  •   See- oder Reisekrankheit (Übelkeit und Erbrechen)
  •   Sehstörungen
  •   Allgemeinerkrankungen z.B. Blutarmut, Infekte, Schwäche nach Bettlägerigkeit, Herzrhythmusstörungen und Atemnot.

 

Symptomatik der Schwindel

 

Schwindel kann sich zusätzlich äußern durch Übelkeit, Herzrasen, Sternchensehen, Benommenheit, Schweißausbrüche, Ohnmacht, Kollaps, Schwarzwerden vor den Augen und manchmal mit Tinnitus und Hörminderung. Viele Betroffenen leiden unter Angstzuständen, Konzentrations- oder Schlafstörungen und Depressionen.

 

Wie wird Schwindel diagnostiziert?

 

HNO-ärztliche (evtl. auch neuro-logische) Abklärung sollte durchgeführt werden. Findet man keine, das Ohr betreffenden Ursachen, müssen andere Faktoren in Betracht gezogen werden, z.B. Besuch bei einem Augenarzt oder Internisten.

 

 

Behandlung von Schwindel

 

Die Behandlung des Schwindels kann je nach Diagnose ziemlich variieren, z.B. die Behandlung bei Morbus Menie´re ist von der bei diabetischer Unterzuckerung oder Hochblutdruck sehr verschieden. Hier eine Liste von möglichen Therapien;

 

  •  Vestibuläres Schwindeltraining
  •  Psychotherapie                            
  •  Trigger Therapie und Schröpfen
  •  Osteopathie: mit speziellen Techniken wird die Funktion der Kopfgelenk, Kiefergelenk und Wirbelgelenke und blockaden behandelt
  •  Physiotherapie, Fuß Reflex-therapie und Akkupunktmassage
  • Operationen bei Akustikusneurinom, Otosklerose oder Augenmuskel-lähmungen

 

 

 

 

 

Was kann ich selber tun?

 

  • Erlernen von Entspannungs-techniken wie Autogenes Training, Yoga, Hypnose und Stressabbau. Dies fördert den Heilungsprozess
  •  Langsam aufstehen und plötzliche Drehungen vermeiden

 



Prognose

 

Schwindel ist nicht einfach zu behandeln, weil es eine Vielfalt von Ursachen gibt. Erkennt man die Ursache ist die Behandlung schnell und effektiv.